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Wildnisgebiet Königsbrücker Heide – Nationale Naturlandschaften Nationale Naturlandschaften

Wildnisgebiet Königsbrücker Heide

Sachsens größtes zusammenhängendes Naturschutzgebiet. Hier darf sich die Natur wieder frei entwickeln.

Steckbrief

Lage

Etwa 30 km nördlich von Dresden im Nordostdeutschen Tiefland, naturräumliche Haupteinheit Oberlausitzer Heideland (D13).

Fläche

7.036 Hektar

98 % im Eigentum des Freistaates Sachsen / Sachsenforst. Stand: Schutzgebietsverordnung 2022.

Schutzstatus
  • Naturschutzgebiet: 1992 einstweilig gesichert, 1996 festgesetzt
  • FFH-Gebiet und EU-Vogelschutzgebiet (Natura 2000)
  • Seit August 2023 Wildnisgebiet nach IUCN-Kategorie Ib
Besonderheiten
  • Über 50 km² große Kernzone ohne menschliche Eingriffe
  • Betreten nur auf ausgewiesenen Besucherpfaden
  • Mitglied der Nationalen Naturlandschaften

Überblick

Die Königsbrücker Heide liegt im Übergang vom Hügel- zum Tiefland. Extrem trockene und feuchte Bereiche wechseln sich ab. Daraus entsteht eine große Vielfalt an Lebensräumen, Pflanzen und Tieren.

Besonders ist die über 50 km² große Kernzone. Dort läuft eine vom Menschen ungestörte, natürliche Entwicklung ab. Einmalig für Mitteleuropa entwickelt sich hier eine natürliche Waldlandschaft.

Prozessschutz, Biotoppflege und -management finden nebeneinander statt, aber räumlich getrennt. Deshalb ist das Schutzgebiet in Zonen eingeteilt.

Blick über natürlich nachwachsenden Wald in der Königsbrücker Heide

Geschichte & Entwicklung

Wo heute Wildnis entsteht, lagen einst neun Dörfer. Ab 1907 wurde das Gebiet als Truppenübungsplatz genutzt.

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Die über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft veränderte sich mit der Gründung des Truppenübungsplatzes Königsbrück im Jahr 1907 grundlegend. 1992 wurde das Gebiet als Naturschutzgebiet einstweilig gesichert und 1996 festgesetzt.

Seit August 2023 ist die Königsbrücker Heide als erstes international anerkanntes Wildnisgebiet Deutschlands nach IUCN-Kategorie Ib ausgezeichnet.

Wiedehopf mit aufgestellter Federhaube sitzt an einem Birkenstamm

Lebensräume & Arten

Trockene und feuchte Bereiche wechseln sich ab. So entstehen sehr unterschiedliche Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten.

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Im Natura-2000-Gebiet Königsbrücker Heide kommen zahlreiche Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie vor, dazu 41 Vogelarten nach Anhang I der Vogelschutzrichtlinie.

Etwa 40 Biberfamilien prägen die Landschaft. Mit 17 nachgewiesenen Fledermausarten gehört das Gebiet zu den fledermausartenreichsten Waldlandschaften Sachsens.

Ausgewiesener Sandweg zwischen Heide und Wald

Besuch & Verhalten im Schutzgebiet

Radfahren und Wandern sind auf den ausgewiesenen Besucherpfaden ganzjährig erlaubt.

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Bereiche, die wegen Munitionsbelastung gefährlich sind, dürfen nicht betreten werden. Sie sind durch Schilder und durchgehende Schranken gekennzeichnet.

Bei geführten Wanderungen sind Sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad etwa 3 Stunden unterwegs.

Besucherpfade ansehen

Verwaltung und Kontakt

Staatsbetrieb Sachsenforst
NSG-Verwaltung Königsbrücker Heide/Gohrischheide Zeithain

Weißbacher Straße 30
01936 Königsbrück

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